Zu Gast unter den Augen Buddhas – Eine Reise wie keine Andere!

Gastbeitrag von Julia Wagner

Am 8. April pünktlich 19.30 Uhr lud Michi Münzberg bereits zum 4. Mal in den Wilthener Ratssaal ein um über ihre Arbeit in Nepal zu berichten. Aber so wie am vergangenen Freitag war es noch nie: der Saal platzte förmlich aus allen Nähten. Viele alte Bekannte, aber auch jede Menge neue Gesichter hatten sich versammelt um einen Reisebericht der ganz anderen Art zu hören.

Nepal – die Nachrichten über das verheerende Erdbeben sind etwa ein Jahr her und den meisten sicherlich trotzdem noch gut in Erinnerung. Aber Schreckensmeldungen gibt es tagtäglich und Nepal ist weit weg… Nicht für Michi! Seit über drei Jahren engagiert sie sich in Nepal und hilft, wo sie nur kann. Mit ihren Vorträgen bringt sie das so weit entfernte Land im Himalaya zu uns und zeigt, wie es jetzt aussieht. Vieles ist immer noch zerstört, besonders in den entlegenen Regionen der Berge. Aber Michi packt mit an und hilft, wo immer es nötig ist. Und dabei zeigt sich: wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

Der Vortrag beginnt mit dem Bericht einer verspäteten Anreise von Berlin und einem fast verpassten Anschlussflug. Am Ende ist Michi aber da, wo sie hinwollte: in Nepal – ohne Koffer. Aber kein Problem, schließlich ist Nepal längst so etwas wie eine zweite Heimat geworden und Michi hat viele ihrer persönlichen Sachen bei Freunden deponiert.  Nur um die Briefe an die Patenkinder wäre es sehr schade gewesen. Aber auch die kommen schließlich mit dem verlorenen Koffer an.

Nach ein paar Tagen Eingewöhnung und dem Wiedersehen mit ihrem Scooty geht es los. Ein Besuch im Waisenhaus steht an. Zusammen mit einem Volontär, der Michi unterstützen möchte, geht es zu den Kindern. Sie werden mit einem spontanen Fest begrüßt. Die Wiedersehensfreude ist riesig.

Als nächstes stehen die Patenkinder auf dem Programm. Sie dürfen sich über einen Shopping-Ausflug freuen, der bei allen das Herz höher schlagen lässt. Neue Wintersachen, aber auch wirklich Notwendiges wie ein Sack Reis oder eine kleine Notstrombatterie werden besorgt und helfen, durch die immer noch schwere Zeit. Auch wenn das Erdbeben schon einige Zeit zurückliegt, ist die Zerstörung noch allgegenwärtig. Genau so groß wie die Not sind aber die Hilfsbereitschaft und der Tatendrang von Michi und ihren nepalesischen Helfern, den auch die Rationierung von Benzin nicht stoppen kann.

Bunt, abwechslungsreich und ohne zu beschönigen erzählt Michi von ihrer Arbeit, großen und kleinen Hürden, unvergesslichen Momenten und ganz besonderen Begegnungen. Untermalt wird der Vortrag von wunderschönen Fotos und lebensnahen Geschichten, bei denen man einfach lachen muss. Michi baut mit ihren Geschichten eine Brücke und holt Nepal mit seinen Menschen für kurze Zeit nach Wilthen.

Besonders berührend ist der Abschluss – ein Musikvideo von Michis Freunden aus Nepal, um sich bei allen „Friends for Nepal“ für ihre Hilfe und Unterstützung zu bedanken. Auch wir sagen danke – für einen tiefen Einblick in ein außergewöhnliches Land, viele nachdenklich stimmende und witzige Geschichten und einen Abend der Hoffnung gibt. Hope for Nepal.

 

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